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In engem Zusammenhang mit den feinstofflichen Körpern stehen die Energiezentren, die Chakren. Überlieferte Schriften erwähnen eine Anzahl von 88.000 Chakren. Das bedeutet, dass es am menschlichen Körper kaum einen Punkt gibt, der nicht ein sensibles Organ für die Aufnahme, Umwandlung und Weitergabe von Energien ist.
Die meisten dieser Chakren sind jedoch sehr klein und spielen eine untergeordnete Rolle im Energiesystem. Sie sollen uns hier auch nicht weiter interessieren. Wir beschränken uns also auf die sieben wichtigsten – die Hauptchakren, die entlang einer vertikalen Achse an der vorderen Körpermitte liegen. Ihren eigentlichen Sitz haben sie im Ätherleib des Menschen. Sie ähneln trichterförmigen Blütenkelchen mit einer unterschiedlichen Anzahl von Blütenblättern. Im östlichen Raum werden sie daher oft als Lotusblumen bezeichnet.
Die Unterteilungen der Blüten in einzelne Blätter stellen Energiekanäle (= Nadis) dar, durch welche Energien in die Chakren hineinfließen und von dort in die feinstofflichen Körper weitergeleitet werden. Ihre Anzahl reicht von vier solcher Kanäle im Wurzelzentrum bis zu nahezu tausend Energiezentren im Scheitelzentrum.
Die Chakren befinden sich in einer ständig kreisenden Bewegung. Dieser Eigenschaft haben sie die Bezeichnung „Chakra“ zu verdanken, was im Sanskrit soviel wie „Rad“ bedeutet. Sie haben entweder eine Rechts- oder Linksdrehung. Die Drehrichtung wechselt von Chakra zu Chakra. Das Basischakra beim Mann dreht sich rechts herum, während sich das Basischakra bei der Frau links herum dreht. Im zweiten Chakra wechselt die Drehrichtung, bei jedem weiteren Chakra erfolgt wiederum ein Richtungswechsel.
1. Chakra Muladhara-Chakra, auch Wurzel-Chakra, Basis-Chakra oder Steißzentrum genannt Es befindet sich zwischen Anus und Genitalien. Es ist mit dem Steißbein verbunden und öffnet sich nach unten. Farbe: ein aktives erstes Chakra leuchtet feurig-rot Element: Erde Sinnesfunktion: Riechen Symbol: vierblättriger Lotus Grundprinzip: körperlicher Wille zum Sein (als Gegenpol zum spirituellen Willen zum Sein im siebten Chakra) Körperliche Zuordnungen: alles Feste wie Wirbelsäule, Knochen, Zähne und Nägel; Anus, Rektum, Dickdarm, Mastdarm, Enddarm, Prostata, Blut und Zellaufbau Drüsen: Nebennieren Die Nebennieren produzieren Adrenalin und Noradrenalin, welche die Aufgabe haben, über die Steuerung der Blutverteilung den Blutkreislauf dem jeweiligen Bedarf anzupassen. Auf diese Weise wird der Körper aktionsbereit und kann auf Anforderungen sofort reagieren. Darüber hinaus haben die Nebennieren einen dominierenden Einfluss auf das Temperaturgleichgewicht im Körper.
2. Chakra Svadhisthana-Chakra, auch Sakral-Chakra oder Kreuzzentrum genannt Es befindet sich oberhalb der Genitalien. Es ist mit dem Kreuzbein (lat. os sacrum) verbunden und öffnet sich nach vorn. Farbe: orange Element: Wasser Sinnesfunktion: Schmecken Symbol: sechsblättriger Lotus Grundprinzip: schöpferische Fortpflanzung des Seins Körperliche Zuordnungen: Beckenraum, Fortpflanzungsorgane, Nieren, Blase; alles Flüssige wie Blut, Lymphe, Verdauungssäfte, Sperma Drüsen: Keimdrüsen - Eierstöcke, Prostata, Hoden Die Funktion der Keimdrüsen ist die Ausbildung der männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmale sowie die Regelung des weiblichen Zyklus.
3. Chakra Manipura-Chakra, auch Solar-Plexus-Chakra oder Nabelzentrum genannt (ebenso finden wir die Bezeichnung Milz-, Magen- oder Leberchakra) Es befindet sich ca. zwei Finger breit oberhalb des Nabels. Es öffnet sich nach vorn. Farbe: gelb bis goldgelb Element: Feuer Sinnesfunktion: Sehen Symbol: zehnblättriger Lotus Grundprinzip: Gestaltung des Seins Körperliche Zuordnung: unterer Rücken, Bauchhöhle, Verdauungssystem, Magen, Leber, Milz, Gallenblase; vegetatives Nervensystem Drüse: Bauchspeicheldrüse (Leber) Die Bauchspeicheldrüse spielt eine entscheidende Rolle bei der Verarbeitung und Verdauung der Nahrung. Sie schüttet das Hormon Insulin aus, das für das Bluckzuckergleichgewicht und den Kohlehydratstoffwechsel von ausschlaggebender Bedeutung ist. Die von der Bauchspeicheldrüse abgesonderten Enzyme sind für den Fett- und Proteinstoffwechsel wichtig.
4. Chakra Anahata-Chakra, auch Herz-Chakra oder Herzzentrum genannt Es befindet sich in der Höhe des Herzens in der Mitte der Brust. Es öffnet sich nach vorn. Farbe: grün, auch rosa und gold Element: Luft Sinnesfunktion: Tasten Symbol: zwölfblättriger Lotus Grundprinzip: Seinshingabe Körperliche Zuordnung: Herz, oberer Rücken mit Brustkorb und Brusthöhle, unterer Lungenbereich, Blut und Blutkreislausystem, Haut Drüse: Thymusdrüse Die Thymusdrüse regelt das Wachstum und steuert das Lymphsystem. Darüber hinaus hat sie die Aufgabe, das Immunsystem anzuregen und zu stärken.
5. Chakra Vishudda-Chakra, auch Hals-Chakra, Kehl-Chakra oder Kommunikationszentrum genannt Es befindet sich zwischen der Halsgrube und dem Kehlkopf. Es entspringt der Halswirbelsäule und öffnet sich nach vorn. Farbe: hellblau, auch silbrig und grünlich-blau Element: Äther Sinnesfunktion: Hören Symbol: sechzehnblättriger Lotus Grundprinzip: Seinsresonanz Körperliche Zuordnung: Hals-, Nacken-, Kieferbereich, Ohren, Sprechapparatur (Stimme), Luftröhre, Bronchien, oberer Lungenbereich, Speiseröhre, Arme Drüse: Schilddrüse Die Schilddrüse spielt eine wichtige Rolle beim Wachstum des Skeletts und der inneren Organe. Sie sorgt für den Ausgleich zwischen dem körperlichen und geistigen Wachstum und reguliert den Stoffwechsel und damit die Art und Weise sowie die Geschwindigkeit, in der wir unsere Nahrung in Energie umwandeln und diese Energie verbrauchen. Darüber hinaus regelt sie den Jodstoffwechsel sowie den Kalkhaushalt in Blut und Gewebe.
6. Chakra Ajna-Chakra, Stirn-Chakra, auch Drittes Auge, Auge der Weisheit, Inneres Auge oder Befehl-Chakra genannt Es befindet sich einen Fingerbreit über der Nasenwurzel in der Mitte der Stirn. Es öffnet sich nach vorn. Farbe: indigoblau, auch gelb und violett Sinnesfunktion: alle Sinne, auch in Form der übersinnlichen Wahrnehmung Symbol: 96-blättriger Lotus (zweimal 48 Blätter) Grundprinzip: Seinserkenntnis Körperliche Zuordnungen: Gesicht, Augen, Ohren, Nase, Nebenhöhlen, Kleinhirn, Zentralnervensystem Drüse: Hirnanhangdrüse (Hypophyse) Die Hirnanhangdrüse wird manchmal auch als „Meisterdrüse“ bezeichnet, da sie über ihre innersekretorische Tätigkeit die Funktion aller anderen Drüsen steuert. Wie ein Dirigent stellt sie ein harmonisches Zusammenspiel der übrigen Drüsen her.
7. Chakra Sahasrara-Chakra, Kronen-Chakra, auch Scheitelzentrum oder Tausendblättriger Lotus genannt Es befindet sich am höchsten Punkt, oben in der Mitte auf unserem Kopf. Es öffnet sich nach oben. Farbe: violett, auch weiß und gold Symbol: Tausendblättriger Lotus Grundprinzip: reines Sein Körperliche Zuordnung: Großhirn Drüse: Zirbeldrüse (Epiphyse) Die Einflüsse der Epiphyse sind wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Höchstwahrscheinlich wirkt sie auf den Gesamtorganismus ein. Bei einem Ausfall dieser Drüse setzt eine vorzeitige Geschlechtsreife ein.
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